Überlebensausrüstung

So mancher Leser wird sich bei diesem Thema fragen, ob ich nicht mehr alle Tassen im Schrank habe. Die Erklärung hierfür jedoch ist einfach: Ist es nicht die Bundestagswahl 2013, die für Unruhen und evtl. sogar einen Kollaps der Lebensmittelversorgung sorgt, sind es breit angelegte Enteignungen zur Bankenrettung oder die Finanzierung der Scheinasylantenschwemme aus Rumänien, Bulgarien oder der Ukraine. Daß auch immer die Infrastruktur erhalten und funktionell bleibt, halte ich für ausgeschlossen.

Lassen wir für uns nur einmal annehmen, der Strom fiele während tagelanger Ausschreitungen, Straßenschlachten und Plünderungen für vier Wochen aus. Nach spätestens 24 Stunden könnte jeder Supermarkt (ja Ihr Nerds, auch jede Tankstelle!) – sofern er überhaupt noch seine Läden geöffnet hielte – sämtliche gekühlten Lebensmittel wegwerfen. Die Unterbrechung der Kühlkette ließe das unternehmerische Risiko für den Weiterverkauf der Waren in astronomische Höhen steigen. Eine Versicherung deckte hierbei auch keine Schadensfälle mehr ab, sollte diese ebenfalls überhaupt noch arbeiten.

Lassen Sie uns weiterhin annehmen, die Wasser, Gas, Öl und Benzinversorgung fiele aus. Das ist beim angenommenen Ernstfall sogar als gegeben einzuschätzen! Dann ist es Essig mit Einkaufsfahrten, mit normalem Kochen, mit einer ausreichenden Menge an Getränken und mit der Heizung. Stellen Sie sich nur vor, Sie würden mitten im Krieg in der Tundra ausgesetzt werden und hätten für rein gar nichts vorgesorgt. Willkommen in der Steinzeit!

Wer auf dem Land lebt, ist dazu aufgerufen, sich auch wieder mehr mit der heimischen Natur zu befassen. Viele Pflanzen, die man im Wald oder auf dem Feld findet, sind genießbar – und damit meine ich nicht, die Kartoffeln aus dem Feld des Nachbarn auszubuddeln! Nein, es geht schlicht um genießbare Lebensmittel wie Spitzwegerich, Steinpilz, Bärlauch, Huflattich und vieles mehr. Daraus läßt sich problemlos ein wohlschmeckender Salat zubereiten. Auch Schnittlauch, Petersilie und einige weitere Kräuter kann man sich sogar notfalls im Blumenkasten ziehen.

Wir haben es nur in den letzten 500 Jahren verlernt, die Gaben der Natur nutzbarzumachen und speziell in den letzten 100 Jahren verlassen wir uns doch bloß noch auf die industrielle Lebensmittelproduktion, die wir in TanteEmmaLäden und neuerdings Supermärkten kaufen. Mit dem Wissen über unsere Flora aber kann man schon einmal – je nach Jahreszeit – ein paar Tage oder Wochen überleben. Der Stadtmensch ist hier leider aufgeflogen. Auch Bauern, die in solchen Krisenzeiten die Lebensmittelversorgung auffangen könnten, sind in den letzten 80100 Jahren effektiv zurückgedrängt worden.

Haben Sie als Stadtmensch für die projektierte Zeitdauer Lebensmittel, Trinkwasser, Kerzen, ggf. Medikamente und für wenigstens ein Mal jede Woche frische Klamotten bereitgelegt, sind Sie fein ’raus! Sie können dann die Zeit mehr oder weniger gemütlich in der Wohnung absitzen, bis die Infrastruktur wieder halbwegs funktioniert, während sich vor Ihrer Haustür die Leute gegenseitig auflauern, berauben und abmurksen.

Nun, für den Fall der Fälle gehe ich von einer Zeitspanne von vier Wochen aus, die man überbrücken muß. Pro Person sind folgende Dinge zu bevorraten (für Kinder etwas weniger):

  • 60l Trinkwasser (Mineralwasser, Sprudel)
  • 10 Konserven mit Fertiggerichten wie Bohneneintopf, Ravioli, CivapciciEintopf usw.
  • 10 Konserven mit verschiedenen Sorten Fisch (Tomatenhering, Thunfisch, Sardinen, Makrelen)
  • 10 Konserven mit Gemüse (Tomatenstücke, Paprikastücke, Peperoni, Spargel, Champignons, Gewürzgurken)
  • 4 Dosen Frühstücksfleisch
  • 1kg Würstchen im Glas
  • 5kg Nudeln (Spaghetti, Fusilli, Gemelli, Penne, auch aus dunklem Mehl)
  • 2kg Reis (vorzugsweise ungeschälten, nichtpolierten)
  • 1l Rapsöl
  • 500g Fertigbrühe
  • Kaffee, Cappucino, Tee
  • frisches, aber haltbares bzw. getrocknetes Gemüse, das nicht lange kochen oder braten muß, also z.B. gelbe Rüben, grüne Bohnen, Erbsen, Linsen, Mais, Zwiebeln
  • 12 Rollen Toilettenpapier, 4 Rollen Küchenpapier
  • Wäsche zum Wechseln, Schuhe, Handschuhe, Schal, Mütze

Außerdem sollte man noch wenigstens einmal pro Haushalt diese Artikel bereithalten:

  • CampingGaskocher mit 10 Gaskartuschen plus je 5 weitere pro Person im Haushalt
  • Geschirr, Besteck, Gurkenhobel, Gurkenschäler, Dosenöffner
  • Eimer, Handwaschseife, Handtücher, Waschlappen, Geschirrspültücher
  • Taschenspiegel, Müllbeutel, Klebeband
  • Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Metamizol, Wund und Brandsalbe, Wundschnellverschlüsse, Mullauflagen, Leukoplast
  • Teppichmesser mit Klingen zur Selbstverteidigung
  • Feuerzeuge, Streichhölzer
  • Wecker und Taschenlampe(n) mit frischen Batterien
  • Notizblock, Schreibgerät
  • Bücher, Spiele, Spielkarten
  • Decken, evtl. Bettzeug
  • 250ml Äthanol oder 2Propanol zur Desinfektion von Wunden
  • 100 Teelichter und/oder 15 große gegossene Bienenwachskerzen, bei mehr als vier Personen besser mehr

Und, ganz wichtig:

  • Alle unwiederbringlichen Dokumente und Papiere wie Geburtsurkunde, Familienstammbuch, Personalausweis, Reisepaß, Impfpaß, Doktortitel, Schul, Berufsausbildungs und Arbeitszeugnisse, Testament und Organspendeausweis, Bargeld, Notgroschen, Edelmetallbarren, Münzsammlungen, Wertpapiere, Immobilientitel, Bank und Kreditkarten an einem trockenen, sicheren, aber leicht erreichbaren Ort im Bündel bereitlegen
  • Medikamente, Ersatzbrille, Prothesen

Was mit Sicherheit in dieser Zeit nicht gebraucht wird, ist folgendes:

  • Alkoholika in jeglicher Form
  • Tabak in jeglicher Form
  • THC, Kokain, DAM, MDMA, MDA, LSD, PCP usw. in jeglicher Form
  • Schminke, Schmuck, Schönheitsutensilien
  • Spielkonsole, Mobiltelefon, Klapprechner

Um es klarzustellen: Das ist die Vorbereitung für den Ernst und Krisenfall, nicht irgendein Picknick! Was nicht wenigstens indirekt mit dem Überleben oder dem späteren Neuanfang zu tun hat, hat hier keinen Platz! Während der wochenlangen Warterei hat man dann auch Zeit, über die eigene Dummheit nachzudenken, die Volksverräterparteien immer und immer wieder an die Macht gewählt zu haben, wodurch es überhaupt zu solchen Zuständen kam. Wehe dem, der ein Kind in dieser Zeit zu versorgen hat! Anstatt die Zeit nutzlos verstreichen zu lassen, sollten die Eltern ihrer Pflicht nachkommen und die Kinder unterrichten, da sie ja keine Schule besuchen werden.

Es bleibt zu hoffen, daß dieses Schreckensszenario nur eine bessere Randnotiz wert sein wird, eine Aufgeregtheit zur Sicherung des eigenen Lebens. Schön, wenn man all die vorbereiteten Artikel nicht zum vorbestimmten Zweck gebraucht haben wird, doch es ist auch ein beruhigendes Gefühl, vorbereitet zu sein! Nicht aufgebrauchte Reste nach dem Ernstfall können dann ja ganz normal als erweiterte Füllung einer Speisekammer betrachtet wegkonsumiert werden.

Bitte drucken Sie sich diese Seite aus, damit Sie die notwendigen Vorbereitungen auch dann treffen können, wenn der Strom oder das Datennetz vorzeitig zusammenbrechen sollten und teilen Sie ihren Bekannten diese Adresse http://xn--wp-gka.de/index.php?S_Uberleben mit.


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  1. Istdaszuglauben schreibt am 14.07.2015 um 20:49 Uhr:
    Tolle Seite und sehr zu empfehlen. Wir haben allerdings ein paar mehr Konserven gebunkert. Auch gibt es beim [Schleichwerbung entfernt] Dann gibt es da noch ein Allzweckmesser mit Feuerstahl. Vielen Dank für diesen Kommentar! Manchmal wird Einsatz doch noch honoriert. Das ist ja heutzutage eine Seltenheit. Bitte weitersagen!

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